2009 wurden in den USA 500 Mio. US-Dollar mit Spielen für das iPhone-Betriebssystem umgesetzt. Zu diesem Schluss kommen die amerikanischen Marktbeobachter von Flurry Analytics, die sich auf den Mobile-Markt spezialisiert haben. Das Apple-Handy konnte demnach im vergangenen Jahr starkt aufholen und gegenüber 2008 den Games-Umsatz vervierfachen. Für 2008 wird ein iPhone-Games-Umsatz von 115 Mio. US-Dollar ausgewiesen. Mit Hilfe von NPD-Daten, Apple-Zahlen sowie eigenen Berechnungen haben die Analysten eine Marktverteilung der Umsätze mit mobilen Spielen erstellt. Der Gesamtmarkt für Handheld-Spiele wird dabei auf 2,25 Mrd. für 2008, bzw. 2,55 Mrd. Dollar 2009 geschätzt.

Wie hat sich der US-Markt für Handheldsoftware entwickelt? (Bild: Flurry Analytics)
iPhone und iPod Touch spielen damit bereits eine beträchtliche Rolle auf dem amerikanischen Handheld-Markt. Denn nachdem iPhone Spiele 2008 auf 5% Umsatzanteil kamen, entsprechen 500 Mio. Dollar für 2009 einem Marktanteil von 19 Prozent.
Die Zuwächse von iPhone und iPod Touch seien vor allem auf Kosten von Sonys PlayStation Portable gegangen, so die Analysten. Mit rund elf Prozent Marktanteil für die portable Sony-Konsole hätte Apples Plattform diese bereits überholt.
Die Analysten schreiben den Erfolg von Apple vor allem dem Engagement traditioneller Publisher auf den neuen Geräten zu. Dazu zählen sie über ein Drittel der Entwickler von iPhone-Spielen. Mit dem Rückhalt von Firmen wie Electronic Arts oder Gameloft sowie dem finanziellen Erfolg der iPhone-Spiele rechnen die Analysten auch dem iPad hervorragende Chancen aus. Das iPad erscheint am 3. April in den USA, der iPad Release Deutschland ist auf Ende April terminiert.
Mit über 60 Mio registrierten User ist das US Social Network hi5 eines der größten Weltweit. Mit dieser Masse an potentiellen Kunden war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, ehe auch Social Games im eigenen Haus entwickelt würden. Nun ist es nach internationalen Medienberichten so weit: hi5 hat das Social-Games Studio Big Six gekauft. Über einen Preis gibt es noch keine Details, lediglich die Zusage der Übernahme aller Big-Six-Gründer in hi5 wurde bestätigt.
Im Auftrag von PopCap Games (bekannt für Games wie Bejeweled, Plants vs Zombies, Peggle, Zuma) hat die Information Solutions Group (ISG) den Social-Games-Markt in den USA und Großbritannien untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich mit Spielen auf Facebook, MySpace und Co. Zielgruppen erreichen lassen, die ansonsten nur schwer zu fassen sind. 24 Prozent aller Internetuser in den beiden Ländern rechnet die Studie der Gruppe der Social Gamer zu. Das wären allein in Großbritannien und den USA zusammengenommen rund 100 Mio. Menschen. Die Studie schätzt den Jahresumsatz mit Social Games für dieses Jahr auf 1 Mrd.
Trotz Rezession und gestiegener Arbeitslosigkeit machen die meisten Amerikaner bei Entertainment-Abonnements keine Abstriche. Im Gegenteil: Wie der Report "Entertainment Trends in America" der NPD Group ergab, ist das monatliche Budget der US-Konsumenten für Subscription-Services im August 2009 gegenüber Vorjahr um sieben Prozent auf 115 Dollar gestiegen. Demnach waren im August 81 Prozent der US-Haushalte Kunden von kostenpflichtigen TV-Services, sei es Kabel- oder Satelliten-basiert. 76 Prozent nutzen kostenpflichtige Onlineangebote. 17 Prozent haben einen Online-Musikservice oder Satellitenradio abonniert, während 14 Prozent bei kostenpflichtigen Onlinegames-Portalen angemeldet sind. Ebensoviele nutzen DVD-Postversender wie Netflix. Im August letzten Jahres waren erst zwölf Prozent der US-Konsumenten Kunde einer Onlinevideothek.
Electronic Arts hat die Pandemic Studios geschlossen. Das vermelden übereinstimmend internationale Fachmedien. In Los Angeles beschäftigte der Entwickler rund 200 Mitarbeiter. Bis auf einen kleinen Teil der Belegschaft, der bei EA LA weiterbeschäftigt werden soll, verlieren alle Pandemic-Angestellten ihren Job. Der Sparzwang beim ehemals größten Gamesvermarkter der Welt hat damit ein erstes prominentes Opfer gefordert. Vor gerade einmal zwei Jahren war Electronic Arts die Übernahme des Studioverbunds Bioware/Pandemic noch mehr als 700 Mio. Dollar wert. Auch wenn Bioware (u.a. "Mass Effect ") das eigentliche Ziel der Übernahme war, überrascht doch das zügige Aus für Pandemic. Das Studio ist vor allem für die Spiele der "Star Wars: Battlefront"-Reihe bekannt. Zuletzt fertiggestellt wurde "The Saboteur ", das Anfang Dezember für PC, Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen wird. Sterben soll die Marke dem Vernehmen nach aber nicht. Im Großstudio EA LA sollen auch weiterhin Games unter Pandemic-Brand entstehen. Mit der Schließung des Entwicklers setzt Electronic Arts die angekündigten Sparmaßnahmen in die Tat um. Nach einem verlustreichen ersten Halbjahr muss der Konzern auf die Kostenbremse treten. Zwölf Projekte wurden gestrichen, insgesamt 1500 Mitarbeiter sollen gehen. 900 davon in der Entwicklung. (Quelle: Gamesmarkt)