Das Medium Games erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit quer durch alle Bevölkerungsschichten. 65 Prozent aller Bundesbürger mit Internetzugang vertreiben sich mittlerweile ihre Freizeit mit Computer- und Videospielen. Dies ist ein Ergebnis der deutschen Ausgabe der "Gamer's Today"-Studie. Die Studie, durchgeführt von TNS Nipon Technology, befragt alljährlich 13.000 Bürger in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den USA. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bei der Nutzung auf dem vorletzten Platz. Nur in Frankreich (63 Prozent) gibt es prozentual an der Gesamtbevölkerung weniger Gamer. Im englischsprachigen Raum liegt deren Anteil mit 83 Prozent in den USA und 73 Prozent in Großbritannien deutlich höher. Im Mittelfeld liegen die Niederlande (70 Prozent) und Belgien (67 Prozent).
Nicht mehr wegzudenken sind Computer- und Videospiele aus dem Alltag der jüngeren Generationen. Von den acht- bis zwölfjährigen Jungen nutzen 96 Prozent Games. Mit dem Alter nimmt die Spielebegeisterung jedoch ab. Unter den 35- bis 49-jährigen spielen noch 60 Prozent, bei den Über-50-jährigen sind es nur noch 39 Prozent. Schon in jungen Jahren erzielt das Medium ein Hoch in der Nutzungsintensität. Die jüngste Zielgruppe verbringt so im Schnitt fünf Stunden in der Woche vor dem Monitor. Bei den 13- bis 19-jährigen Jungen sind es schon zehn Stunden wöchentlich. Überraschend hoch auch der Anteil der jungen Spielerinnen. 92 Prozent aller Mädchen zwischen acht und zwölf spielen, unter den 13- bis 19-jährigen Mädchen sind es noch immer 84 Prozent. Beliebteste Plattform ist weiterhin der PC.
Während Zeit also reichlich und gerne investiert wird, sitzt das Geld bei vielen Gamesfans nicht ganz so locker. Die spendabelsten Gamer finden sich noch unter den Konsolenspielern. Selbstfinanziert frönen 70 Prozent der Videospieler ihrem Hobby. Unter den verbleibenden 30 Prozent befinden sich zahlreiche vornehmlich junge Gamer, die sich ihren Spielenachschub von Eltern und Verwandten finanzieren lassen. Vier Prozent der befragten Konsolenspieler gaben indes unumwunden zu, Games aus illegalen Quellen zu beziehen. Im Internationalen Vergleich steht Deutschland damit gar nicht so schlecht da. Auch in Großbritannien liegt der Anteil der Konsolen-Raubkopierer bei etwa vier Prozent der Gesamtzielgruppe. Trauriger Spitzenreiter sind die Niederlande mit zehn Prozent. Unter den PC-Spielern investieren 65 Prozent der Gamer eigenes Geld in Spiele. (Quelle: Gamesmarkt)