Das Kölner Unternehmen Turtle Entertainment, unter anderem als Veranstalter der Electronic Sports League (ESL) bekannt, will die Gründung eines Interessenverbandes der Computer- und Videospieler in Deutschland auf den Weg bringen. Dies kündigte Turtle-Pressesprecher Ibrahim Mazari in einem Vortrag bei der 6., International eSports Conference in Köln an. "Die Gründung eines solchen Vereins ist für uns eines der vorrangigen Themen für 2009 und 2010", erklärte Mazari. Ausdrücklich solle der geplante Interessenverband nicht nur die Belange der eSportler vertreten, sondern die aller Gamer in Deutschland. "Die vielen Millionen Computer- und Videospieler in Deutschland sollen sich selbst organisieren", führte Mazari aus. "Wenn sie mit einer Stimme sprechen, bekommen ihre Anliegen ein ganz anderes Gewicht." Turtle wolle in den kommenden Monaten weitere Details zu der Initiative bekanntgeben.
Die International eSports Conference wird am heutigen 27. Mai mit einem Round-Table-Gespräch zur Zukunft des virtuellen Sportgeschehens in Deutschland fortgesetzt und beendet. Insgesamt werden rund 80 Teilnehmer bei der Konferenz in Köln erwartet. (via Gamesmarkt)
Meiner Meinung nach müsste so etwas über eine Gemeinnützige Organisation, einer Vereinigung ähnlich der DFL beim Fußball geregelt werden. Wenn einer solchen Initiative ein wirtschaftlich denkend und handelndes Unternehmen vorsteht, wird nie komplette Objektivität gewahrt sein. Der Deutsche eSport Bund würde sich aus meiner Sicht besser dazu eignen, allein fehlt den Verantwortlichen wohl das Interesse, oder aber die Zeit selbst für einen Interessenverband einzutreten. So kocht jeder weiter sein eigenes Süppchen ... leider.