Die CDU Karlsruhe stellt sich offen gegen ihren Bürgermeister Heinz Fenrich (CDU). Fenrich hatte sich Mitte Mai gegen die Absage eines E-Sport-Turniers von Veranstalter Turtle Entertainment ausgesprochen. "Wer solche Spiele für Jugend gefährdend hält - und dafür gibt es sicherlich ernst zu nehmende Gründe -, der muss entsprechende rechtliche Grundlagen schaffen und kann nicht von den Kommunen verlangen, juristisch für unbedenklich erklärte Spiele und deren Spieler willkürlich in die Illegalität zu verdrängen", sagte Fenrich seinerzeit und genehmigte das Turnier (wir berichteten: 2009/05/18/esl-turnier-in-karlsruhe-stadt-mit-informationsoffensive), nachdem gleichartige Turnier zuvor in Stuttgart und Nürnberg untersagt wurden.
Das aber sieht die CDU-Fraktion im Rathaus offenbar völlig anders. Die Fraktion forderte die Stadverwaltung auf, den Vertrag durch die Karlsruher Messe und Kongress GmbH aufzukündigen und die Veranstaltung in der kommunalen Schwarzwaldhalle abzusagen. Sollte dies bis zum 22. Mai nicht geschehen, werde die Fraktion in einer Sondersitzung eine entsprechende Gesellschafterweisung erwirken, berichtet www.ka-news.de. Unterstützung in ihrem Kurs bekommt die Fraktion von Ingo Wellenreuther, der für die CDU-Karlsruhe im Deutschen Bundestag sitzt: "Entscheidend ist im konkreten Fall nicht, ob 'Killerspiele' derzeit schon gesetzlich verboten sind, sondern dass nach meiner Auffassung die Stadt Karlsruhe ihre Hallen für Veranstaltungen mit 'Killerspielen' nicht vermieten sollte." (via Gamesmarkt)