Jugendverbot für World of Warcraft gefordert

World of WarcraftIm Zuge einer Jugendstudie zu Computerspielen, nach der mehr als 14.000 deutsche Neuntklässler nach medizinischen Kriterien süchtig nach Computerspielen seien, hat das KFN die Forderung aufgestellt, das Massive-Multiplayer-Online-Game World of Warcraft erst ab 18 Jahren freizugeben. Untermauert wurde diese Forderung mit Ergebnissen aus der Studie, wonach Online-Rollenspiele wie WoW die Abhängigkeit von Computerspielen fördern würden. Demnach sind 8,5 Prozent aller männlichen World of Warcfaft-Spieler unter 18 Jahren von Computerspielabhängigkeit betroffen, Nicht-"WoW"-Spieler nur zu 2,7 Prozent.

Experten zur Suchtbehandlung halten von einem reinen Verbot ohne Aufklärung nicht viel, der Kaufhausriese Karstadt hat unterdessen jedoch bereits angekündigt, Medien ohne Jugendfreigabe aus dem Sortiment zu verbannen.

Pseudorealität als Gefahrenquelle
Der Spieler steige bei "WoW" zudem in eine Pseudorealität ein, und wenn er nicht gelernt habe, aus dieser wieder auszusteigen, oder die eigene Realität nicht stark genug sei, könne es zu erheblichen Problemen kommen. "Das Spiel ist nicht ungefährlich, und es sollte über die Problematik aufgeklärt werden" - etwa wenn Menschen acht, neun oder mehr Stunden im Spiel und dessen Realität verbringen: "Dort wird es gefährlich, da beginnt es dann, dass man die Kontrolle verliert, dass man sich nicht mehr aussuchen kann, wie lange man spielt und sein Leben darauf zentriert, andere Interessen wegfallen - dann ist man in der Abhängigkeit."

Als Krankheit sei Spielsucht als Impulsstörung schon lange anerkannt und gemeinsam mit der Kaufsucht in eine Gruppe eingeordnet. Derzeit werde darüber diskutiert, der Krankheit eine eigene Kategorie zuzuordnen. Unumstritten sei aber, dass die Spielsucht, wenn sie auftritt, eine sehr schwere Krankheit - gleichzusetzen mit Alkoholsucht - sei, so Musalek.

Hier findet ihr den gesamten, sehr lesenswerten Beitrag: http://futurezone.orf.at/stories/1503393/